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Begriffe aus Genealogie und Heraldik

Josef Ramsperger, Geprüfter Heraldiker (Herold)

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Ahnentafel

Die Ahnentafel zeigt die direkten Ahnen eines Probanden (ein Mitglied aus der jüngsten Generation) an. Dabei werden sogenannte Ahnenkennziffern nach Kekule vergeben. Beispiel: Der Proband bekommt die Kekule-Nr 1. Seine Eltern, die eine Reihe ueber ihm angeordnet sind, bekommen die Nummern 2 (Vater) bzw. 3 (Mutter). In der nächsten Reihe sind die Eltern der Eltern (also die Großeltern des Probanden) an der Reihe. Dabei bekommt dann der Großvater väterlicherseits die Nummer 4, dessen Ehefrau die 5, usw. Männliche Vorfahren haben gerade Nummern, weibliche ungerade. Auf der Ahnentafel werden die Verbindungen Eltern-Kind durch eine Verbindungslinie angezeigt.

Blasonierung

Kunstsprache der Wappenbeschreibung. Ein Wappen soll möglichst knapp und eindeutig beschrieben werden, z. B.: "In Gold auf vierteiligem, grünem Berg ein schwarzer Widder" . Diese Beschreibung besagt also, daß in einem goldfarbenen Schild ein schwarzer Widder auf einem grünen, viergeteilten Berg steht. Hierbei gibt es eine genau festgelegte Reihenfolge der Beschreibung einzelner Teile eines Wappens. Aufgrund einer korrekten Blasonierung muss ein Künstler in der Lage sein, ein Wappen -aufzureissen-, d.h. zu erstellen.

Bügelhelm

Der Bügelhelm war vor allem im Mittelalter den adligen Wappenträgern vorbehalten. Als Gesichtsschutz waren Bügel angebracht.

CD-ROM

Eine CD-ROM ist vom Aussehen her einer Musik-CD sehr ähnlich. Auf ihr lassen sich ca. 600 Megabyte an Daten unterbringen (das entspricht ungefähr 600 Disketten!). Die von den Mormonen verfilmten Kirchenbücher sind zum Teil auch auf CD-ROMS in ihren Zweigstellen einsehbar. Für den Bereich der Genealogie gibt es z.B. (Werbung: Deutsche Geschlechterbuch CD-ROMs)

GEDCOM

Abkürzung für Genealogical Data Communications. Dieses Format stellt sicher, dass genealogische Daten, die mit verschiedenen Ahnenprogrammen eingegeben werden, austauschbar sind. Es ist daher beim Kauf eines Programms darauf zu achten, dass es GEDCOM beherrscht (Import und Export von Daten).

Genealogie

Genealogie = Die Lehre von den Geschlechtern. Also Familienforschung (Ahnen ermitteln, Verwandtschaftsverhältnisse, ...). Nicht nur rein wissenschaftlich anwendbar, sondern auch als Hobby der privaten Familienforscher (Geschichte von unten), die gerne mehr über ihre Vorfahren und damit auch über sich selbst erfahren möchten. Der Forscher kann sich dabei verschiedene Prioritäten setzen: - Lebensorte und Wanderungen der Ahnen - Berufe - Krankheiten - Charakterkunde - ...

Helm

Der Helm ist Bestandteil eines Familien-Wappens. Er befindet sich auf dem Schild (Einzahl: DER Schild). Helmformen: - Kübelhelm - Topfhelm - Stechhelm (Bürgerliche) - Bügelhelm (Adlige) Der Helm wird oft stahlfarben coloriert.

Helmdecke

Die Helmdecke wurde von den Rittern am Helm befestigt, um sie vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen (z.B. bei den Kreuzzügen). In der neueren Heraldik ist jedoch die Helmdecke oftmals nicht mehr als Decke zu erkennen, sondern als Laubwerk oder zerschnittene Tücher

Heraldik

Heraldik = Die Lehre von den Wappen (Waffen) Dazu gehören Fragen wie zum Beispiel: - Darf ich ein Wappen führen? - Darf ich ein aus einem Buch gefundenes Wappen übernehmen? - Wie hat ein Wappen auszusehen? - Welche Regeln gibt es für die Stiftung eines neuen Wappens? Siehe auch: (Werbung: Wappenfibel - Handbuch der Heraldik beim Ahnen-und-Wappen-Partner Heraldikshop.de bestellbar).

Herold

Ein Herold (andere Bezeichnungen waren: Knappen von den Wappen, Persevanten, Ehrenholde) war im Mittelalter ein Kenner der wappenführenden Familien und ihrer Wappen. Er war z.B.: zuständig für die Turniere der Ritter, er prüfte ihre Teilnahmeberechtigung und ihre Wappen. Aus dem Begriff HEROLD entwickelte sich der Ausdruck HERALDIK

Hofpfalzgrafen

Hofpfalzgrafen verliehen im Mittelalter im Namen des Kaisers Wappen, nahmen Wappenverbesserungen ... vor

Kekule

Name eines deutschen Genealogen. Er prägte eine bestimmte Art der Bezifferung einzelnen Ahnen auf einer Ahnentafel. Dabei bekommt der Proband (ein Mitglied aus der jüngsten Generation, dessen Ahnen dargestellt werden) die Kekule-Nr (Ahnenkennziffer) 1. Sein Vater bekommt die 2, seine Mutter die 3, sein Großvater väterlicherseits die 4, seine Großmutter väterlicherseits die 5, usw...

Mikrofiche

Meist im DIN-A 5 Format mit Mikroschrift (unglaublich kleine Schrift) bedruckte Folie, auf der Unmengen von Daten Platz finden. Um diese Mikrofiches lesen zu können, muss man sie in ein spezielles Mikrofiche-Lesegerat einlegen. Diese sind in vielen Bibliotheken und Archiven vorhanden.

Mormonen

Religionsgemeinschaft, die aus Glaubensgründen intensiv Ahnenforschung betreibt. Ihr Hauptsitz befindet sich in Salt-Lake-City (USA), wo sie in einem unterirdischen Bunker ihre gesammelten Daten aufbewahren. In vielen Städten der Welt existieren Filialen der Mormonen, in denen auch private Forscher Einblick in die Daten erhalten können.

Siebmacher

Von Beruf Kupferstecher, war er einer der ersten, die eine große Sammlung von Wappen in Kupfer stach. Er lebte im 16. Jahrhundert. Die "Siebmacher Wappensammlung" ist eine der größten Wappensammlungen überhaupt.

Stammbaum

Der Stammbaum zeigt die Nachkommen eines bestimmten Ahnen in künstlerisch gezeichneter Baumform an. Dabei wird der Stammvater an der Baumwurzel plaziert, während die Nachkommen auf Ästen und Zweigen dargestellt werden. Der Stammbaum zeigt also von der Vergangenheit in die Gegenwart (im Gegensatz zur Ahnentafel, die von der Gegenwart in die Vergangenheit weist). Aufgrund dieser Tatsache ist es ratsam, vor der Erstellung eines Stammbaumes eine Ahnentafel zu erstellen, um überhaupt erst einen Stammvater identifizieren zu können.

Stammvater

Der Stammvater ist der älteste, direkte, männliche Vorfahr, der nachgewiesen werden kann. Von einem Stammvater ausgehend kann man seine Nachkommenschaft in Form eines Stammbaumes zeichnen (lassen).

Standesamt

Standesämter sind Behörden, die fast überall in Deutschland seit ca. 1875 die: - Geburten - Heiraten - Todesfälle registrieren. Gegen eine Gebühr von ca. 7 DM (ist unterschiedlich) kann man sich beglaubigte Kopien solcher Standesamtsurkunden zusenden lassen, sofern man datenschutzrechtlich dazu berechtigt ist.

Stechhelm

Der Stechhelm war und ist der "normale" Wappenhelm. Er wurde vor allem für bürgerliche Wappen verwendet

Soundex-Code

Da die Namen in der Zeit vor Einführung der Standesämter häufig wechselten, kann man mit dem Soundex-Code ähnliche Namen ermitteln (z.B. Meier und Maier)

Tinktur

Die Farben der Wappen werden Tinkturen genannt. Dabei unterscheidet man noch zwischen Metallen und Farben. Metalle: - gold - silber Farben: - schwarz - blau - grün - rot Regel: NIE METALL AUF METALL, NIE FARBE AUF FARBE

Tiny-Tafel

Eine Tiny-Tafel zeigt die bisher ermittelten Ahnen in Kurzform. Inhalt sind der Soundex-Code, Jahr der ersten und letzten Nennung eines Nachnamens, evt. Orte. Moderne Genealogie-Programme übernehmen diese Aufstellung auf Knopfdruck.
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