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Taschenbuch für Familiengeschichtsforschung

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Donnerstag, 1. November 2007, 10:38

Uneheliches Kind vom Vater, oder nicht???

Bin bei meiner Ahnenforschung auf einen Fall gestoßen, wo ein Ahne 2 Jahre vor der Heirat seiner Eltern (?) geboren wurde. Das Kind wurde im Kirchenbuch verzeichnet mit dem Nachnamen der Mutter.

Bei der eigenen Heirat des Kindes steht im Kirchenbuch nun plötzlich als sein Nachnahme der Name des Mannes.

Ist nun das Kind nun praktisch vom Mann bei der Heirat mit der Mutter adoptiert worden, oder wurde das Kind als regulärer Abkömmling einfach nur vor der Ehe geboren?

Der Fall liegt etwa 150 Jahre zurück und spielt in tiefster katholischer Provinz. Wie lauteten damals die Regeln? Musste man verheiratet sein, um ein Kind bekommen zu dürfen, oder wurde das im Zweifelsfall nicht so eng gesehen???

Danke für Eure Hilfe!

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2

Freitag, 2. November 2007, 22:46

>Bin bei meiner Ahnenforschung auf einen Fall gestoßen, wo ein Ahne 2 Jahre vor der Heirat seiner Eltern (?) geboren wurde.<
Es gab Zeiten wo manche Schichten der Gesellschaft auch nicht so einfach gleich heiraten durften z.B.Knechte und Mägde die auf einem Hof lebten und arbeiteten usw.
Da kann alles mögliche gewesen sein - je nachdem.

>Wie lauteten damals die Regeln? Musste man verheiratet sein, um ein Kind bekommen zu dürfen, oder wurde das im Zweifelsfall nicht so eng gesehen???<

Uneheliche Kinder gab es damals wie heute ;)

In deinem speziellen Fall ist also beides möglich - daß es sich um den leiblichen Vater handelte und später geheiratet wurde ODER daß der Mann den unehelichen Sohn seiner Frau adoptierte oder diesem einfach auch nur seinen Namen gab ohne Adoption.

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cobarde

Ahnen-und-Wappen Mitglied

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3

Freitag, 11. Dezember 2009, 11:46

Die ganze Ahnenforschung ist eigentlich hinfällig, wenn man nicht gerade teure DNA-Tests veranlasst. Selbst wenn das Kind ordnungsgemäß mindestens 9 Monate nach der Eheschließung geboren wurde, weiß man letztlich nie, wer der Vater ist. Nur die Mutter ist praktisch immer sicher, wenn nicht gerade ein starker Bauernsohn mit dem degenerierten Sterbling des Fürsten vertauscht wurde. Nicht, dass die Frauen früher ständig freiwillig fremdgegangen wären, aber so durchziehende Soldaten zum Beispiel haben wohl doch gelegentlich ihr unschönes Unwesen getrieben. Und dann gab es ja auch noch das Recht der ersten Nacht. Also: Es gibt viele Gründe, warum der Vater nicht immer der Vater sein muss. ;(

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4

Freitag, 11. Dezember 2009, 11:55

Hallo,

eine Hoffnung bleibt:

In Zukunft dürften die DNA-Tests um einiges günstiger werden. Die Daten-Sicherheit wird freilich trotzdem ein Problem bleiben...

Außerdem darf man das ganze wohl auch nicht zu eng sehen. Selbst wenn man ein "Kuckuckskind" hat, zählen ja immerhin noch die sozialen Bande innerhalb der Familie.