Das kann natürlich daran liegen, daß schon seit dem preußisch-österreichischen Krieg von 1866 der Großteil der Gebietsfläche des dann 1871 gegründeten deutschen Kaiserreiches zu Preußen gehörte. Preußen hatte sich 1866 u.a. die vorher selbständigen Länder Hannover, Hessen-Kassel, Nassau, Freie Reichsstadt Frankfurt, usw. einverleibt.
Nicht zu Preußen gehörten seitdem nur noch Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Hamburg, Bremen, Lübeck,Lippe, Schaumburg-Lippe, Sachsen, einige kleine Fürstentümer im heutigen Thüringen, ferner Bayern, Württemberg, Baden und Hessen-Darmstadt. 1871 kam dann noch Elsaß-Lothringen dazu, das als "Reichsland" direkt der kaiserlichen Regierung unterstand und ebenfalls nicht zu Preußen gehörte.
Alles andere aber, ca. zwei Drittel von Deutschland, war preußisch. Das ging von Hadersleben im Norden (heute Haderslev in Dänemark) bis zum Exklave Achberg (im Allgäu bei Lindau) im Süden und von Malmedy (heute Belgien) im Westen bis Memel (heute Litauen) im äußersten Nordosten: alles Preußen.
Allerdings scheint Deine Feststellung nicht auf alle amerikanischen Internetseiten zuzutreffen. Auf der Mormonenseite "Familysearch" z.B. berücksichtigt die Suchfunktion auch noch die Existenz der o.g. nichtpreußischen Territorien und geht dabei in etwa vom Status ab 1866 aus.