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Josef Heinzelmann

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Samstag, 21. Januar 2006, 15:11

1 Stelle für 1 Generation, auf- und abwärts

Zu meiner Bezifferung von Ahnen- und Verwandtschaftstafeln:
Grundsätzlich ist sie binär (oder dyadisch). Ein Vater erhält eine 0, eine Mutter eine 9 an das Symbol des Kindes angehängt.
Bis zu den Urgroßeltern (3. Ahnengeneration) sieht das so aus:

000 009 090 099 900 909 990 999
00 09 90 99
0 9
Proband

Der Genauigkeit halber und damit ein Symbol nicht mit 0 beginnt, setze ich ein P voraus. (Für verschiedene AT auch andere Buchstaben, etwa griechische.) „P099“. An jedem „Symbol“ er¬kennt man an der Zahl der Stellen den Generationsabstand zum Probanden, und anhand der beiden Zeichen, wie die Linie über Mütter und Väter führt. Weil die Ahnentafel aber bis zu 20 Generationen (und mehr) umfaßt, werden die Symbole entsprechend lang.
Ich kürze sie sehr einfach „octonarisch“ (für die Urgroßeltern) ab:

1= 000 2= 009 3= 090 4= 099 5= 900 6= 909 7= 990 8= 999
00 09 90 99
0 9
Proband

Der Urururgroßvater in rein väterlicher Linie (P00000) wird z. B. immer P1-00, und P4552-9 läßt sich unschwer umwandeln in P099 900 900 009-9. Der Vorteil klarer Symbole, was Ahnenlinie und -generation betrifft, bleibt also gewahrt!
Und das Übernehmen einzelner AT-Ausschnitte in andere AT bereitet kein Umrechnungspro¬blem. Es fallen halt einige binäre oder octonarische Stellen im Anfang weg und werden durch das andere Symbol ersetzt. Bei allen darauf aufbau¬enden Ahnen genau so.
Beispiel: Wenn mein P45 Ihr g33 ist, wird P4552-9 Ihr Ahn g3352-9, und P45-09 g33-09.
Ahnenimplex (also mehrfache Ahnenschaft) wird mit einem Schrägstrich angezeigt. Soweit die Linien nicht identisch sind, muss man sie in Klammer setzen. Also: P1(00/99)0 heißt, dass P11 und P17 identisch sind. Eine Frau mit dem Symbol P1(00/90)0-99 erscheint also zweimal auf der Ahnentafel.

Für Nachfahren benutze ich Buchstaben (groß bei Söhnen), ich „belettere“ sie, wie ich die Ahnen „beziffere“. Auch hier gilt: 1 Stelle = 1 Generation, der Schritt geht aber „abwärts“, Richtung Zukunft. Abzusprechen ist, ob nur die 24 Grundbuchstaben (i=j) oder alle 29 (mit Umlauten) benutzt werden, sie dürften bei mitteleuropäischen Verhältnissen für die Anzahl der Kinder reichen (Außer etwa bei dem einen oder anderen Sultan oder Herzog Wilhelm „Proletarius“, den „Kindermacher“). Natürlich kann man auch die Groß- und die Kleinbuchstaben separat zählen, dann weiß man aber bei „A“ nur, dass er der älteste Sohn, nicht, ob er auch das älteste Kind ist. Im Allgemeinen bekommt man aber selten eine vollständige und vollständig chronologisch gereihte Geschwisterreihe heraus. Wenn man über die Anciennität nicht im klaren ist, kann man das auch dadurch deutlich machen, dass man rückwärts belettert, also mit „z“ anfängt. Ich selber ziehe bei notwendig werdenden Nachträgen ein falsches Symbol (ein falscher Buchstabe) einem Umbelettern vor.
Man kann leicht kombinieren, also Verwandtschaftstafeln auch ohne Schema verdeutlichen:
P0A wäre der älteste Sohn meines Vaters (wenn ich Proband bin), also ein theoretischer Halbbruder von mir.
P00/9a wäre dagegen das erste Kind, eine Tochter, meiner Großeltern väterlicherseits: Meine Tante Josephine. (Der Schrägstrich kombiniert also auch hier zwei Wege. In diesem Fall braucht es keine Klammer, da man 0/9 automatisch als Ehepaar versteht.
P11/2AAC wäre also ein agnatischer Cousin 2. Grades (3. Kind seiner Eltern) meines agnatischen Urgroßvaters, und P11/2AAC99 seine mütterliche Großmutter.

Soweit die Blutslinien. Fehlen die Verschwägerungen. Ganz einfach, wenn wir für den Gatten ein ? (also das Heiratssymbol) einsetzen. Ob der Gatte ein Mann oder eine Frau ist, ergibt sich aus dem vorgestellten Symbol: 0 und Großbuchstaben sind Männer, danach ? bezeichnet also eine Frau. Und umgekehrt.
Um es ganz genau machen zu können, kann man I., II. dazu setzen, ja, noch genauer, dies rechts oder links vom ? tun, je nachdem die wievielte Ehe es ist. (Auch hier empfehlen sich Klammern, weil I ja auch als Nachfahren-Symbol vorkommt, wenn auch selten: P11/I.?AAC oder besser: P11/(I.?)AAC würde bedeuten den agnatischen Halbcousin 2. Grades meines agnatischen Urgroßvaters, einen Sohn vom ältesten Sohn aus erster Ehe des Ahnherrn in der 6. Generation. P11(II.?I.)A würde bedeuten (jedes Symbol lässt sich von hinten her am besten auflösen): Den Sohn aus erster Ehe der zweiten Frau meines agnatischen Ahnherrn in der 6. Generation, der also eine Witwe mit Kind geheiratet hat. P11(II.?I.)A0 wäre dessen Vater, der also mit mir so kompliziert verschwägert ist, dass man es verbal kaum beschreiben kann.

Es wird wenige Nachfahrentafeln geben, die über mehr als 6, höchstens 8 Generationen hinausgehen. Man muss also wohl nie Buchstabenfolgen abkürzen, kann das aber natürlich auch, das kommt aber ohne irgendeine Regel. (Als Abkürzungszeichen empfehle ich nicht mehr die griechischen Buchstaben, oder vielleicht nur solche, die vom lateinischen Alphabet unterschieden sind. Nehmen wir z. B. die Wittelsbacher. Da könnte man die bayerischen mit ?, die Pfälzer mit ?, die Zweibrücker mit ? und die Herzöge mit ? bezeichnen, genau so gut geht es aber auch mit A’, B’, C’. Das muss man eben jeweils definieren und in der Überschrift der Liste das Vollsymbol bringen.

Noch etwas: Daten schreibe ich immer in abfallender, archivalischer Weise: Jahrtausend, Jahrhundert, Jahrzehnt, Jahr, Monat, Tag, (Stunde, Minute usw.), also heute: 2003-12-27 oder länger, aber auch für Uneingeweihte verständlicher: 2003 Dezember 27. (Daten in der ersten Form sind übrigens leicht zu sortieren.)
Es ist dies übrigens die international empfohlene Schreibweise, die auch in den Archiven benützt wird.

Ich hoffe, nichts Wichtiges vergessen zu haben. Ausführlicher sind zwei ältere Beiträge von mir:
Nochmals: Zweckmäßige Bezifferung von Ahnentafeln, in: GENEALOGIE 9 (Jg. 19, 1970), S. 417–421. (Auf Vorschlag von Prof. Rösch habe ich damals 0 und 1, und für die oktonarischen Abkürzungen 2–9 vorgeschlagen, damit Männer immer „gerade“ Zahlen bekommen. Das ist aber sehr unpraktisch.)
Eindeutige und praktikable Symbole für Nachkommen und Verwandte, in: GENEALOGIE 13 (25. Jg., 1976), S. 369–373

Josef Heinzelmann

Mystische Schmuckahnentafel zum Download (PDF-Datei)

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