Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Ahnen-und-Wappen.de Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

41

Dienstag, 13. Dezember 2011, 15:02

Hallo Karl7,



Tradition folgt nicht immer dem, was moderne Erkenntnisse sind. Die weibliche Eizelle wurde erst vor etwa einem Jahrhundert entdeckt, bis dahin wußte man gar nicht, daß da auch "Gene" vererbt werden. Da bleibt das System beim Alten, und das ist sinnvoll. Es ist doch lediglich eine Einigung: Man verebt den Namen im Mannesstamm. Man hätte es auch umgekehrt machen können, nur den Frauenstamm zu berücksichtigen. Hätte man das vor 2000 Jahren gemacht, würde ich heute dafür plädieren, daß es so bleibt. Es geht nur darum, ein funktionierendes System zu haben, nicht um Gleichberechtigung oder dergl. Das System muß einheitlich sein, sonst öffnet man der Willkür Tür und Tor.

Frauen geben auch die besonderen Gene weiter, deswegen heiratet man ja auch möglichst standesgemäß. Das wird also schon berücksichtigt, nur in der Namensführung hat man es nun einmal so festgelegt, daß der Name des Mannes Familienname ist. Vielleicht auch deswegen, weil noch bis in die Zeit von Hans Sachs die Vielehe des Mannes erlaubt und vereinzelt üblich war. Wenn er 4 Frauen hat, welchen Familiennamen sollte er nehmen? Das Kind bekommt den Namen des Vaters, weil es damit zugleich von ihm als sein Kind anerkannt ist (die Mutter ist ja immer sofort bekannt). Würde man den Namen der Mutter nehmen, würde die Vaterschaft verschleiert werden, was man nicht wollte. Das ist auch eine rechtliche Frage (wer wird Erbe des Hofes des Vaters).



Ich mag es nicht, wie hier (schon im 1. Beitrag dieses Themas) unser Kaiser schlechtgemacht wird. Ich dulde solche Beleidigungen unseres Kaiserhauses nicht, denn das Haus Hohenzollern-Preußen ist immer noch unser Kaiserhaus und wenn die Demokratie man wieder abgeschafft ist (im vergangenen Jahrhundert hat das System 5 Mal gewechselt), wird der Monarch aus diesem Haus kommen.

Der Tod steht uns allen bevor, er ist also nicht etwas, was ganz besonders schlimm ist. Der Tod gehört zum Leben und das muß man akzeptieren. Es ist besser, ehrenvoll zu sterben, als in Unehre lange zu leben. Und die Toten des 1. WK hat nicht der Kaiser verursacht. Alle wollten den Krieg, die Deutschen wie die Gegner in den andern Ländern. Deutschland mußte in den Krieg, weil es verbündet war. Daran ist nichts unehrenhaftes zu sehen.

Krieg ist nie schön, aber zuweilen notwendig.



Ihre Argumentation gegen den Krieg verläuft voll auf emotionaler Schiene. Die armen Gestorbenen (Mitleid, Mitleid). Man sollte aber doch eher mit Verstandesargumenten kommen, mit "kühlem Kopf", nicht mit Emotionen. Die Soldaten wären auch ohne den Krieg irgendwann gestorben, das ist sicher. Und auch der Autoverkehr verursacht viele Tote, trotzdem schafft ihn keiner ab.



Gruß,

AvN

42

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 06:48

???

Man braucht Wilhelm nicht schlecht zu machen,nur die Wahrheit zu sagen.Für mich und viele andere ist er keine Respektsperson.Die Hohenzollern sind kein Herrscherhaus,sie sind eine Familie wie jede andere,da gibt es nichts dran zu rütteln.Es ist sehr unwahrscheinlich,daß in Deutschland eine Monachie mit den alten Adelvertreten ensteht,Deutschland hat viele Menschen aus anderen Kulturkreisen und es wird wohl nicht möglich sein auch diese zu verblenden.Wenn es auch vjele gibt die sich von Glanz und Glimmer einer vorgegaukelten Märchenwelt blendem lassen,reicht dies nicht um die Mehrheit zu überzeugen.Vielleicht hat die Herrschaftsform einige male gewechselt,was aber kein Zeichen für die Zukunft ist.In ahderen Europäische Staaten exertiert viellejcht noch eine Monachie aber in den meisten,nur noch als Representanten ohne wirklicher Macht und selbst dafür kann Ersatz geschaffen werden,als Beispiel möchte ich mal Prinz Frederic von Anhalt nennen.Der Mensch stellt doch was dar,hat Witz und Schlagertikeit,Benehmen,kan frei sprechen und auch ein sicheres Auftreten,auch die Optik stimmt.Ein Vertreter eines neuen Adels halt.

Ihre Einstellung zu Menschenleben und Krieg ist ja furchtbar.Wenn Ihnen,Ihr Leben nicht viel Bedeutet,so ist die ganz allein Ihre Sache.Es ist aber sclimm so über das Leben andere zu sprechen.Auch wenn Sie meinen "alle wollten den Krieg" muß dies nicht stimmen.Zu der genannten Zeit wurde geziehlt mit Massensuggestion gearbeitet,es wurden einsetige Bilder von einem "schönen Krieg gezeigt".Den Menschen wurde vorgelogen der "Kaiser" wäre von Gott auf seine Thron gehoben.Dem normalen Menschen stande kaum Quellen der Information zur Verfügung.Wer anders dachten und dies offen sagte wurde schnell zum Schweigen gebracht.Wenn sich jemand nicht einspannen ließ und nicht in den Krieg ziehen wollte wurde er einfach ermordet.Dies alles im Namen des "Kaisers",und wehe den der daran berechtigte Kritik laut werden ließ.Nun was denn Wilhelm dagegen getan? Nichts,er ließ sich bei irgendwelchen seltsamen Paraden feiern , hofieren , hielt Ansprachen wie böse der Feind ist und wie Notwendig der Krieg sei.Auch nach seiner Flucht kam wohl nicht viel zu den Greutaten des Krieges , über die verkrüpelten Opfer und über seine Rolle dabei über seine Lippen.Was man von ihn sah,wie er Holz sägte,nun das war wohl auch etwas wo er nur wenig Schaden anrichten konnte.Allerdings sei auch erwähnt,daß er noch nichts gelernt hatte,was seine Einstellung zum NS-Regiem,was auch geschichtlich belegt ist,zeigt.

MfG

Karl





.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Karl7« (14. Dezember 2011, 08:30)


43

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 12:51

Hallo Karl7,



ich akzeptiere Ihre Sichtweise, wonach das Überleben des Einzelnen wichtiger ist, als das Vaterland, die Ehre, die Pflicht. So denken heute viele.

Was aber ist z. B. bei einem Duell? Jemand wurde beleidigt und duelliert sich deswegen mit dem Gegner. Er nimmt in kauf, selbst zu sterben, ihm ist also das eigene Leben nicht so viel wert, die Ehre, die durch die Beleidigung geschmälert wurde, ist ihm wichtiger. Dadurch, daß er sich mutig dem Duell stellt, hat er bereits wieder einen Teil der Ehre hergestellt. Gelingt es ihm, den Gegner zu töten, so ist die Ehre voll wiederhergestellt. Fällt er selbst, so bleibt ihm ein Leben mit dieser Beleidigung erspart. Die Ehre war immer wichtiger, deswegen gab es Duelle. Das verstehen heutige Menschen nicht mehr, weil ihnen die Ehre nicht wichtig ist. Das ist die Folge eines allgemeinen Werteverfalls.



Dem Kaiser war aber die Ehre wichtig, auch die Ehre des Landes. Hätte Deutschland seine Bündnisverpflichtung mit Österreich nicht eingehalten, hätte es seine Ehre verloren. Daß wir den Krieg verloren haben, lag u. a. auch daran, daß während unsere Truppen im Schützengraben lagen, in der Heimat irgendwelche Leute den Aufstand probten. Durch diesen "Dolchstoß" in den Rücken wurde unser Sieg verhindert. Der 2. WK war dann auch eine Folge der ungerechten Behandlung Deutschlands nach dem 1. WK (das hatte sogar Helmut Schmidt öffentlich gesagt). Wer hat hier also unehrenhaft gehandelt, der Kaiser? die Armee? oder doch irgendwelche "Revolutionäre" in der Heimat?



Ob die Monarchie wiederkommenm wird, oder nicht, wissen wir nicht. Wir sehen derzeit nur, wie die Demokratie ausgehebelt wird und versagt (indem wir nicht über die Fragen der EU oder des Euro abstimmen dürfen - alles wird uns von Politikern vorgesetzt, wir dürfen nur noch bezahlen); lange wird sich das Volk das nicht mehr gefallen lassen und dann wird es vielleicht wieder einen Systemwechsel geben. Das derzeitige Wirtschafts- und Finanzsystem ist ja wohl am Ende. Aber darüber sollten wir hier nicht spekulieren, das gehört nicht in dieses Forum.



Wenn ich Ihre Beiträge lese, dann höre ich heraus, daß es keine Menschen mit besonderen, "edlen" Eigenschaften gibt, weil für Sie Adelge genauso korrupt und kriminell sind, wie bürgerliche auch und weil Sie nicht glauben können, daß sich edele Eigenschaften vererben können.

Gut, aber wenn das so ist, dann gibt es für Sie grundsätzlich keinen "Adel", denn "Adel" heißt "Edel" - da die Adeligen nicht edel sind und sich auch nichts edeles verebt, gibt es somit auch keinen Adel. Dann müßten Sie schon gegen dieses Threadthema protestieren; es ist unlogisch in einem Thema über etwas zu diskutieren, das nach eigener Meinung gar nicht existiert.



Zitat

als Beispiel möchte ich mal Prinz Frederic von Anhalt nennen.Der Mensch stellt doch was dar,hat Witz und Schlagertikeit,Benehmen,kan frei sprechen und auch ein sicheres Auftreten,auch die Optik stimmt.Ein Vertreter eines neuen Adels halt.


Da muß ich Ihnen klar widersprechen. Er war es, der in den Kaffee gepinkelt hatte (in dieser Fernsehsendung, wo verschiedene Prominente auf einer Burg lebten), er hatte nur aus Geltungssucht sich an diese Zsa Zsa Gabor gehängt und nur aus Geltungssucht den Titel "Prinz von Anhalt" gekauft. Er schuldet einem alten Freund immer noch Geld und rannte weg, als dieser auf ihn zukam. Dieser geborene Herr Lichtenberg hat leider kein feines Benehmen, er verkaufte den Titel weiter an einen üblen Zuhälter - hauptsache es bringt Geld.

Er ist nun wirklich alles andere als "edel" und hat definitiv auch keine "edelen" leiblichen Vorfahren, benehmen kann er sich nicht, ist nur selbstverliebt und egoman. Adelig ist er nicht. Gut, daß es noch die deutschen Adelsverbände gibt, die sich von solchen "Scheinadeligen" distanzieren und dazu beitragen, daß die Scheinadeligen nicht ernstgenommen werden.



Gruß,

AvN

44

Freitag, 25. April 2014, 21:49

Die ausgetragenen Kontroversen sind zwar schon etwas älter, stellen die unterschiedlichen Auffassungen vom rechtlichen Standpunkt her leider unsachlich und tweilweise auch falsch dar. Da die Inhalte auch jetzt noch abrufbar sind, sehe ich mich zu klarstellenden Hinweisen genötigt:

Der Adelsstand wurde durch Art. 109 WRV zwar nicht direkt abgeschafft, aber die Titel wurden als solche schon und zu reinen Namensbestandteilen erklärt. Die Aufforderung in Art. 109 Abs. 2 WRV, öffentlich-rechtliche Vorrechte oder Nachteile der Geburt oder des Standes aufzuheben, sind die einzelnen Länder auf dieser Grundlage dann durch entsprechende gesetzliche Regelungen (z.B. das Preußische Adelsgesetz vom 23.6.1920), nachgekommen. In § 1 des Preuß. Adelsgesetzes steht sehr deutlich und ausführlich, was abgeschafft bzw. künftig nicht mehr erlaubt war. Die anderen deutschen Länder haben ähnliche Regelungen beschlossen.

So waren unter anderem noch bestehende adelsrechtliche Eigentumsverhältnisse abzuwickeln, was aufgrund der Unterschiede in den einzelnen Ländern nicht verfassungsrechtlich zu lösen war. Zu nennen sind insbesondere
die rechtlichen Regelungen zur Auflösung der Fideikommisse (Gesamteigentum einer Familie), die aber noch bis zum
Ende des zweiten Weltkrieges nicht vollständig erfolgt war.

Mit den Adelsgesetzen sind die rechtlichen Ansprüche auf Anreden wie "Königliche Hoheit, Durchlaucht u.a." entfallen. Überzuleiten war gesetzlich noch der namensrechtliche Umgang mit den früheren Primogeniturtiteln. So wurde das führen von Herrschertiteln (Kaiser, König, Großherzog) als Namensbestandteil untersagt. Andere Erstgeburtstitel wie Herzog oder Fürst, die der Titelinhaber bei Inkrafttreten der WRV (11.8.1919) rechtmäßig führte, durfte dieser als persönlichen Namen behalten. Für die anderen Familienmitglieder wurde nur der jeweils rangniedrigste Titel Namensbestandteil.

Das die früheren Adelsbezeichnungen als Namensbestandteile dann geschlechtlich wie die früheren Titel dekliniert werden durften (Freiherr/Freifrau/Freiin), geht auf ein reichsgerichtliches Urteil aus dem Jahre 1926 zurück. Es sei aber darauf hingewiesen, dass Länder, die den Adel abgeschafft und die Führung von Adelsbezeichnungen verboten haben (Österreich 1919) oder einen Adelsstand als solchen nicht anerkennen (Schweiz seit 1848 ) die entsprechenden Prädikate bei dort für deutsche Staatsangehörige beurkundeten Personenstandsfällen entweder nur in der starren männlichen Form in die Register eintragen (Österreich) oder wie im Falle der Schweiz, überhaupt nicht (nur das "von" wird eingetragen, da dieses auch "bürgerliche" Familien im Namen führen).

Die rechtliche Situation dürfte damit eindeutig sein. Einen Adel im rechtlichen Sinne gibt es nicht mehr. Als soziale Gruppe ist der frühere Adel, der sich auf Grund ihrer Geschlossenheit und Lebensführung als "historischer Adel" begreift, aber durchaus existent.

Soweit Angehörige des historischen Adels als Ausdrucks des Respekts (oder welchen Gründen auch immer) freiwillig durch andere Personen mit den früheren Prädikaten angeredet werden, so ist das meines Erachtens nicht zu beanstanden. Ich persönlich meine sogar, dass für Familien, die ein historisches Erbe pflegen, sich der Region, in der sie ihre Herrschaft früher ausgeübt haben, weiterhin verpflichtet fühlen und entsprechend handeln, eine entsprechende Art der Ehrerbietung nicht unangemessen ist.

Gruß
"Bürger" Red Zac :)

45

Samstag, 31. Mai 2014, 00:35

Zitat

aber die Titel wurden als solche schon und zu reinen Namensbestandteilen erklärt.
Nein, es wurde gesagt, sie sollten wie Namensbestandteile behandelt werden. Nicht daß sie Namensbestandteile sind. Das ist ein Unterschied, und von Nachname steht da auch nichts (das hat erst die bundesdeutsche Rechtsprechung ersonnen). Gemeint war sicher der Gesamtname.

Zitat

Mit den Adelsgesetzen sind die rechtlichen Ansprüche auf Anreden wie "Königliche Hoheit, Durchlaucht u.a." entfallen.
Ja, die Ansprüche. Aber es gibt neben den rechtlich zustehenden Dingen eben auch Konventionen, die juristisch nicht eingefordert werden können, dennoch gelten. Z. B. die Anrede "Herr" oder "Frau" steht auch nicht im Ausweis, ist aber üblich. Oder daß der Herr der Dame aus dem Mantel hilft, das ist üblich, es gibt darauf aber keinen "Rechtsanspruch". Und daß man einen Kardinal mit "Eminenz" oder einen Rektor mit "Magnifizenz" anredet, auch das ist üblich, aber nirgends rechtlich geregelt. Das Leben besteht eben nicht nur aus Gesetzen (zum Glück).

Zitat

Andere Erstgeburtstitel wie Herzog oder Fürst, die der Titelinhaber bei
Inkrafttreten der WRV (11.8.1919) rechtmäßig führte, durfte dieser als
persönlichen Namen behalten. Für die anderen Familienmitglieder wurde
nur der jeweils rangniedrigste Titel Namensbestandteil.
Nachdem es ja auch keine regierende Fürsten mehr gab, war das auch nur logisch.

Zitat

Die rechtliche Situation dürfte damit eindeutig sein. Einen Adel im rechtlichen Sinne gibt es nicht mehr.
Dem würde ich widersprechen. Der Art. 109 der Weimarer Verfassung schaffte die Privilegien ab, nicht ber den Adel als Stand. Die in die Diskussion gebrachte Formulierung "Der Adel ist abgeschafft" wurde nach Diskussion verworfen. Übrigens hatte man das Beispiel Österreich vor Augen, wo 2 Monate zuvor der Adel abgeschafft worden war.
Wenn man aber in Deutschland den Satz "Der Adel ist abgeschafft" nicht wollte, dann wollte man den Adel auch nicht abschaffen und tat es ja auch nicht. Ergo besteht der Adel auch rechtlich weiter, freilich ohne Privilegien.

Gruß,
AvN

Werbung © CodeDev