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Donnerstag, 6. Oktober 2011, 22:14

RAUSCHENBERGER - Familienforschertag in Spielberg am 02.10.2011 , Kurzbericht

Zum ersten europaweiten Treffen der RAUSCHENBERGER - Cousinen und Cousin´s trafen sich im Landgasthof LINDE in Spielberg die an der Familienforschung interessierten Rauschenberger, geborene Rauschenberger und Angeheiratete. Die 72 Teilnehmer kamen aus Dänemark, Österreich, Schweiz und aus ganz Deutschland angereist. Der seit Jahrzehnten auf dem Gebiet der Familiengenealogie tätige und zugleich älteste Teilnehmer Konrad von Rauschenberger kam aus Arnevangen/Dänemark nach Spielberg.
In der Familiengeschichte der RAUSCHENBERGER ist der erste direkte und nachweisliche Vorfahre im Jahr 1542 im Spielberger Kirchenbuch verzeichnet, nämlich Stoffel
(1542 - 1622). Er hatte, wie sein Sohn Anthonius (1566-1646) in Spielberg ein Hofgut das in dem Lagerbuch der Herren von Neuneck aus dem Jahr 1620 beschrieben ist.
In einer Urkunde vom 22. Mai 1592 über den Vergleich von Streitigkeiten zwischen den Gemeinden Spielberg und Egenhausen wird als Verhandlungsführer für die Gemeinde Spielberg u.a. der Stoffel Rauschenberger (1542-1622) genannt.
Bei einer Klage wegen schuldiger Herrschaftssteuern der Gemeinden Egenhausen und Spielberg an die Kellerei Altensteig wurde nach langen Verhandlungen am Freitag, den
15. November 1650 eine Einigung erzielt, wobei Schultheiß Michel Rauschenberger (1608-1689) die Gemeinde Spielberg vertrat.
Diese RAUSCHENBERGER und ihre Kinder in Spielberg sind die Grundlagen für die Ausbreitung der Rauschenberger bis zu den in Spielberg versammelten Cousinen und Cousin´s.
Neben der Familiengeschichte zeigte Peter Rauschenberger, Dornstetten, die Einbettung der Genealogie in die Orts- und Kirchengeschichte auf. Als einziger, verbliebener Zeitzeuge in Spielberg wurde die Johanneskirche mit dem Kreuzrippengewölbe im Chor, dessen Schlußstein das badische Wappen zeigt, besichtigt. Das Altensteiger Amt, und so auch das Dorf Spielberg gehörten von 1397 ( Verkauf) bis 1603 (Tausch) zur Markgrafschaft Baden. Vorher gehörte das Amt Altensteig zu den Pfalzgrafen von Tübingen und kam
durch Heirat unter die Herrschaft der Hohenberger.
Die St.-Anthonius-Kapelle (1475), der Vorgängerbau der Johanneskirche wurde ab 12.11.1490 zur Pfarrkirche für das Dorf Spielberg erhoben, vordem gehörten die Spielberger
" tot und lebendig" zur Mutterkirche Haiterbach.
Auch die Einführung der Reformation hatte im badischen Spielberg seine Besonderheiten, " Gestern noch päpstlich, heute lutherisch", während im württembergischen Haiterbach die Reformation bereits 1534 durchgeführt wurde, war es im badischen Amt Altensteig und damit in Spielberg erst 1556, also 22 Jahre später. Wie die neuen Gottesdienste und Predigten im evangelischen Haiterbach gehalten wurden, hatte sich in den zwei Jahrzehnten im katholischen Spielberg dann sicherlich herumgesprochen.
Wie den Spielberger-Rauschenberger´s wohl zumute war, als sie eines Tages aufwachten und plötzlich lutherisch statt päpstlich waren ?
Die Einführung der Reformation hing in Spielberg vom Willen der Herrschaft Baden-Durlach ab, und damit lag die Entscheidung ob evangelisch oder katholisch, nicht in der Hand des Einzelnen.
Im Zuge der Reformation des Altensteiger Amtes im Jahr 1556 wurde Egenhausen aus der Pfarrei Walddorf ausgegliedert und fortan bis Heute bilden Spielberg und Egenhausen zusammen eine Pfarrei mit zwei Kirchen. Die Kirchenbücher und Familienregister der Pfarrei Spielberg-Egenhausen beginnen im Jahr 1595.
Durch diesen "Ausflug" in die Orts- und Kirchengeschichte konnten sich die Familienforscher in die Zeit der RAUSCHENBERGER in Spielberg zurückversetzen.
Bis in das 19. Jahrhundert waren die RAUSCHENBERGER in Spielberg vertreten, viele Lebenswege gingen vorher schon nach Auswärts , wie z.B.nach : Alt Nuifra, Hof Monhardt, Öschelbronn,Königsfeld, Herrenberg, Hofgut Sindlingen, Schietingen, Haiterbach, Altensteig, Freudental, Bietigheim, Backnang, Neuenbürg, Gülstein, Neu Nuifra oder wanderten aus nach Bessarabien ( heute Republik Moldau) und Nordamerika. Etliche der BESSARABIEN-Rauschenberger-Rückwanderer waren in Spielberg dabei (aus Lunestedt, Bremerhaven, Bremervörde, Süddeutschland und der Schweiz). Ebenso waren die Linien aus k.u.k. Österreich-Ungarn vertreten ( u.a. Konrad und Michael von Rauschenberger aus Dänemark, Wien, Berlin, Kroatien).
Peter Rauschenberger, Dornstetten, zeigte anhand einer Bilderschau einen Querschnitt der Rauschenberger-Linien und Vorkommen, stellte die verschiedenen Rauschenberger-Wappen vor und gab einen Ausblick auf Forschungsarbeiten bis Johann von Rauschenberg- den hessischen Hofkaplan (1346), die Grafen von Ziegenhain und die Heilige Elisabeth von Thüringen (1231), die Herren von Setterich (1450), den Peter Rauschenberger, Siegler und Richter in Dingolfing (1430), den kaiserlichen General und Kriegsrat Johann von Rauschenberg (Rauschenberger), der im Dezember 1645 nach Nagold kam und die französische Besatzung der Burg Hohennagold zur Kapitulation zwang. So waren z.B. in Walddorf sieben Kompanien seines kurbayerischen Regiments einquartiert.
Karl-Ernst Feuerbacher, Ebhausen, berichtete über seine Rauschenberger-Vorfahren.
Katrin Rauschenberger, Spielberg, dokumentierte die anwesenden Rauschenberger-Linien um spätere Detailfragen bearbeiten zu können.
Klara Bollinger (Wittenbergbuch-Mitautorin und Ortssippenbuch-Herausgeberin), Setzingen, deren Spezialgebiet die Auswanderer nach Bessarabien ist, brachte einen Überblick über die Rauschenberger bei der Auswanderung und Rücksiedlung.

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